Heute erhielt ich eine email der von mir geschätzten Firma Hevert mit folgendem interessanten Inhalt:
Langzeit-Dialyse schädigt das Erbgut
Supplementation von Folsäure und Vitamin B12 kann diesen Prozess aufhalten
Dialysepflichtiges terminales Nierenversagen ist durch einen hohen Grad kardiovaskulärer Risiken gekennzeichnet. Gleichermaßen steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken. Die medikamentöse Immunsuppression, die chronische Entzündung, virale Co-Faktoren, der Anstieg des oxidativen Stresses bei gleichzeitiger Abnahme der antioxidativen Kapazität und eine Zunahme der urämischen Toxine tragen zur Ausprägung der oben beschriebenen Erkrankungsrisiken bei.[2-5]
Internationale Erforschung der mit Dialyse assoziierten Erbgutschäden
In den letzten Jahren wurden solche Zusammenhänge durch internationale, teils auch interdisziplinäre Gemeinschaftsstudien geklärt und nach weiteren Ursachen geforscht. Zahlreiche dieser Studien stammen aus der Arbeitsgruppe von Prof. August Heidland, Universität Würzburg, mit wechselnder internationaler Beteiligung. Erbgutschäden in Form von DNA-Läsionen sind heute als eine Hauptursache der Krebserkrankungen bekannt. Man geht davon aus, dass durch diese DNA-Schäden die Tumor-Suppressor-Gene soweit verändert werden, dass sie nicht mehr in der Lage sind, Mutagenität durch Repair-Mechanismen aufzufangen und dass dadurch die Krebserkrankungen zunehmen. Mittlerweile existieren eine Reihe biochemischer und physiologischer Modelle, mit denen man diese Hypothese belegen kann. So können die DNA-Veränderungen der Blut-Lymphozyten bei Dialyse-Patienten reproduzierbar nachgewiesen werden sowie als Maß der Schädigung und – übertragen – auch als Marker für die Gefährdung, an einem Tumor oder an kardiovaskulären Beschwerden zu erkranken, herangezogen werden.
Korrelation mit Plasma-Homocystein
Bei den Dialyse-Patienten sieht man außerdem eine deutliche Zunahme des Plasma-Homocysteins. Aus anderen Untersuchungen ist bekannt, dass bei gesunden Probanden die Homocystein-Spiegel mit den DNA-Schäden der peripheren Lymphozyten korrelieren. In einer von der Heidland-Gruppe unlängst publizierten Studie sollte nun untersucht werden, ob die Gabe von Folsäure und/oder Vitamin B12 in der Lage ist, die DNA-Schäden zu reduzieren [1]. Aus den oben genannten pathophysiologischen Gründen wäre dann die Wahrscheinlichkeit einer Tumorbildung nach Meinung der Autoren entscheidend vermindert. In dieser Studie haben die Autoren zum ersten Mal nachgewiesen, dass die gleichzeitige Gabe von Folsäure und Vitamin B12 die Erbgutschäden der peripheren Lymphozyten deutlich vermindern kann.
Durchführung der Studie mit Folsäure und Vitamin B12
In die Studie wurden 27 Langzeit-Dialyse-Patienten aufgenommen. Alle Patienten wurden in einem Dialysezentrum mit der gleichen Dialysemethodik, insbesondere mit identischen Dialysemembranen behandelt. Um die Homogenität der Vergleichsgruppen zu sichern, wurde vor der Behandlung bei allen Studienteilnehmern der Grad der DNA-Schädigung durch mehrfache Bestimmung der Anzahl der Micronuclei der peripheren Lymphozyten bestimmt und drei annähernd gleiche Gruppen gebildet. Die erste Gruppe blieb in Bezug auf die Supplementation unbehandelt und diente als Kontrollgruppe, die zweite Gruppe erhielt 3-mal wöchentlich 15 mg Folsäure i.v. nach jeder Dialyse-Behandlung und die dritte Gruppe 15 mg Folsäure i.v. nach jeder Dialyse und einmal in der Woche zusätzlich 1000 μg Vitamin B12 (Vitamin B12 Depot Hevert) i.v. Blutproben zur Bestimmung der peripheren Lymphozyten und Monozyten (PBMC) wurden vor jeder Dialyse entnommen; die Bestimmung der DNA-Läsionen erfolgte durch die Bestimmung der Micronuclei an drei Blutproben, die einmal in der Woche entnommen wurden. Nach Beginn der Vitamin-Supplementation wurden nach 4, 12 und 17 Wochen weitere Blutproben entnommen, um die genannten Marker zu bestimmen und aus einer Blutprobe, die in der 21. Woche entnommen wurde, erfolgte die DNA-Isolierung.
Ermutigende Ergebnisse der Studie
Die Homocystein-Spiegel in der Kontrollgruppe blieben annähernd gleich, in der nur mit Folsäure behandelten Gruppe sanken sie signifikant, in der Gruppe, die Folsäure und Vitamin B12 erhielt, noch deutlich stärker. Die DNA-Läsionen wurden in beiden Behandlungsgruppen signifikant reduziert, jedoch wiederum in der Gruppe stärker, die die Kombinationsmedikation erhielt. Gemessen am Ausgangswert, der als 100% gesetzt wurde, erzielte man in der Folsäure-Gruppe nach 17 Wochen (letzter ermittelter Wert) eine Reduktion auf 75% des Ausgangswerts und in der Kombinationsgruppe sogar auf 59%. Bei dem heute postulierten cancerogenen Potential dieser Genom-Veränderungen sind das aus unserer Sicht gewaltige Fortschritte. Es wurde auch untersucht, ob möglicherweise eine durch die Therapie induzierte gesteigerte Lymphozyten-Proliferation die Ergebnisse beeinflusst hat. Das war definitiv nicht der Fall; die Zahl der neugebildeten Lymphozyten stieg in den drei Gruppen nicht signifikant an, sank sogar innerhalb der Kombinationsgruppe geringfügig.
Literatur:
1) Stopper H, Treutlein AT, Bahner U, Schupp N, Schmid U, Brink A, Perna A, Heidland A Reduction of the genomic damage level in haemodialysis patients by folic acid and vitamin B12 supplementation, Nephrology Dialysis Transplantation 2008 doi: 10.1093/ndt/gfn254, 1-8
2) Teschner M, Garte C, Ruckle-Lanz H et al. Incidence and spectrum of malignant disease among dialysis patients in North Bavaria. Dtsch Med Wochenschr 2002; 127: 2497–2502
3) Cheung AK, Sarnak MJ, Yan G et al. Cardiac diseases in maintenance hemodialysis patients: results of the HEMO study. Kidney Int 2004; 65: 2380–2389
4) Stopper H, Meysen T, Böckenförde A et al. Increased genomic damage in lymphocytes of patients before and after long term maintenance hemodialysis therapy. Am J Kidney Dis 1999; 34: 433–437
5) Wu LL, Wu JT. Hyperhomocysteinemia is a risk factor for cancer and a new potential tumor marker. Clin Chim Acta 2002; 322: 21–28
Montag, 14. Juli 2008
Samstag, 5. Juli 2008
Bestimmte Vitalstoffe nicht zusammen nehmen...
Gerade wurde ich wieder erinnert:
Mein Kommentar: RICHTIG!
"Achtung: Kombipräparate mit Vitaminen und Zink sind nicht sinnvoll, da sich die Vitalstoffe gegenseitig blockieren!"
Das bedeutet:Weil sich Selen nicht mit Vitamin C und Zink verträgt, sollten Sie nur Monopräparate wählen.
Oft wird Ihnen das aber nicht gesagt bzw. auf den Packungen der Nahrungsergänzungsmittel nicht angegeben.
Nehmen Sie Zink und Vitamin C deshalb mindestens 3 Stunden vor oder nach Selen ein!
Besonders bei Lungen-, Prostata- und Darmkrebs hilft Selen vorbeugend und heilend. Zusammen mit den Vitaminen C und E sowie Zink bildet Selen das Quartett der wichtigsten Antioxidantien, die unsere Zellen vor den aggressiven Sauerstoffradikalen schützen. Sie finden Selen z. B. in Bio-Pilzen,Weizenkleie, Seefisch/Muscheln, Krabben, Hühnerei, Rindfleisch oder Rosenkohl.
Aber: Deutschland ist ein Selen-Mangelgebiet. Wegen der naturgegebenen Selenarmut unserer Böden enthält unsere Nahrung leider zu wenig von diesem lebenswichtigen Spurenelement. Doch brauchen Sie zusätzliches Selen, um Ihren Körper vor freien Radikalen und vor Krebs zu schützen.
aus: fid-newsletter.de
Mein Kommentar: RICHTIG!
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